Ländersprechtag der IHK Magdeburg am 14. Februar 2005
Am
14. Februar 2005 fand in Magdeburg der Ländersprechtag China statt.
Eingeladen hatte als Organisatorin die Industrie- und Handelskammer
Magdeburg. In den Räumen der flächenmäßig zweitgrößten Handelskammer
der neuen Bundesländer fanden sich ca. 50 interessierte Unternehmer und
Unternehmerinnen ein, die sich über den Wachstumsmarkt China
informieren wollten.
Referiert wurde u.a. von
Dr. Stephan Popp, Leiter der Nord/LB Niederlassung in Shanghai und Dr.
Holger Morneweg von der AHK Shanghai.
Über die rechtlichen Aspekte eines unternehmerischen
Engagements in China referierte Dr. Suhren von der Hannoveraner
Kanzlei Suhren Peltzer Meinecke.
Im
Mittelpunkt des Vortrags standen die zentralen, immer wiederkehrenden
Themen der richtigen Vertragsgestaltung sowie der optimalen Wahl der
Gesellschaftsform. Herr Dr. Suhren wies nachdrücklich auf die
Notwendigkeit hin, zur Vermeidung späterer Konflikte unbedingt Elemente
wie Produktspezifikationen präzise festzulegen,
Geheimhaltungsvereinbarungen in Kombination mit Vertragsstrafen zu
treffen sowie eine ausdifferenzierte Schiedsgerichtsvereinbarung in
einen etwaigen Vertrag aufzunehmen. Als Reaktionsmöglichkeiten auf
bereits erfolgte Verletzungen geistiger Schutzrechte erläuterte Herr
Dr. Suhren nachfolgend einerseits die Voraussetzungen eines Vorgehens
und die Erfolgsaussichten durch Anrufung der zuständigen Behörden.
Andererseits stellte er die Vor- und Nachteile der Beschreitung des
Rechtsweges dar. Besonderen Wert legte Herr Dr. Suhren auf die
Darstellung der chinesischen Mentalität, welche insbesondere im Falle
von Vertragsverhandlungen und noch mehr bei Meinungsdifferenzen
jedenfalls ein freundschaftliches Verhandlungsklima erfordere.
Noch
bestehende Fragen zu einzelnen Gründungsvoraussetzungen bei den
verschiedenen möglichen Gesellschaftsformen beantwortete Herr Dr.
Suhren während der im Anschluss stattfindenden offenen Diskussionsrunde.
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